Vom Pinzgau in die Welt

Was passiert eigentlich mit den Millionen Litern Milch, die im Pinzgau produziert werden? Wie kommen diese in den Handel und was geschieht bis dahin damit? Und vor allem: Welche Rolle spielt dabei die Pinzgau Milch? Markus Buchmayr, einer der beiden Geschäftsführer der Pinzgauer Molkerei, hat sich bereit erklärt, uns einen Einblick in das renommierte Unternehmen zu geben.

 

Von der Molkerei zum mittelständigen Unternehmen

Einst eine kleine Molkerei, ist die Pinzgau Milch heute ein international tätiges Unternehmen mit über 200 Mitarbeitern, einem Umsatz von über 100 Mio. € und umfangreichen Aufgabenbereichen, die weit über jene einer klassischen Molkerei hinausgehen. “Die hochwertige Milch der heimischen Bauern wird gesammelt und hier in Maishofen und am Standort Kössen zu vielfältigen Milchprodukten verarbeitet. Neben unserer eigenen Marke 'Pinzgau Milch' und 'Almsenner' sind wir sehr stark 'private label' orientiert und produzieren so zum Beispiel für 'Ja Natürlich' und viele andere Marken.”, erzählt Herr Buchmayr, der gemeinsam mit Herrn Hannes Wilhelmstätter die Geschicke der Pinzgau Milch leitet.

 

Vom Pinzgau in die Welt

Die Milch kommt von Bauernhöfen aus dem Pinzgau und angrenzenden Regionen. Die daraus produzierten Produkte verkaufen sich weltweit. “Unsere Exportquote liegt inzwischen bei über 40 %, und dieser Bereich bringt uns auch steigende Zahlen”, so Buchmayr. Der größte Fokus liegt dabei auf Europa und Skandinavien, da dort Protein-Produkte sehr gefragt sind. Durch die UHT-Technologie (Ultrahocherhitzung), die in Maishofen angewandt wird, können Produkte lange haltbar gemacht werden und so unkompliziert ins Ausland geliefert werden. Beliebt sind besonders die RDT-Produkte (ready to drink), also Getränke wie Shakes und Smoothies.

 

Vom Bauern zum Packerl

Wie kommt nun aber die Milch vom Pinzgauer Bauernhof bis in die fertige Verpackung? Unglaubliche sieben verschiedene Milchsorten werden getrennt von den Höfen abgeholt, darunter Bio-Milch, Bio-Heumilch und konventionelle Milch. In der Molkerei wird diese Milch im ersten Schritt immer in die verschiedenen Bestandteile wie Fett und Eiweiß getrennt, die dann je nach Endprodukt wieder zusammengesetzt werden. Die Milch wird grundsätzlich hocherhitzt, um die Haltbarkeit zu verlängern, nur bestimmte Käsesorten werden mit Rohmilch hergestellt. Warum muss es eigentlich so viele verschiedene Milchsorten geben? “Der Handel und die Konsumenten fragen danach, wir reagieren mit unseren Bauern auf die Nachfrage”, erklärt Herr Buchmayr.

 

Von Milch bis Eiweißshake

Die Eigenmarken der Pinzgau Milch sind 'Pinzgau Milch' und 'Almsenner', gut erkennbar durch das rote Logo mit der Bergsilhouette. Milch, Schlagobers, Joghurt, Butter und Käse sind die klassischen Produkte dieser Linien, erhältlich regional im Westen Österreichs. Darüber hinaus wird in der Pinzgauer Molkerei für viele Marken wie 'Ja Natürlich' gearbeitet. Firmen kommen zur Pinzgau Milch und beauftragen sie mit der Herstellung ihres Produkts, wobei am Ende nicht immer ersichtlich ist, dass Pinzgauer Milch drin ist. Ein Tipp von Herrn Buchmayer: “Wer im Geschäft sicher sein möchte, Milch aus der Pinzgauer Molkerei zu kaufen, kann sich am Genusstauglichkeits-Kennzeichen AT-50164 orientieren. Natürlich bieten wir Ihnen auch die Möglichkeit direkt in Maishofen und Kössen in unseren Genussshops einzukaufen.”

 

Ein Blick in die Zukunft

Von Außen nicht zu übersehen: Hier wird umgebaut. “Wir investieren hier am Standort Maishofen gerade über 10 Millionen € in den High-Care-Bereich, also die Produktion hochsensibler Produkte wie Babynahrung”, erläutert Herr Buchmayr. “Ein weiterer Fokus liegt auf unserer Käselinie, für die wir auch laufende Umsatzsteigerungen erzielen.” Langfristig wolle man die hochwertige Qualität der Milch aus dem Innergebirg halten und weiter etablieren.

 

Über Markus Buchmayr

Markus Buchmayr arbeitet seit knapp zwei Jahren als Geschäftsführer der Pinzgau Milch für die Bereiche Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb. Sein beruflicher Fokus lag davor in der Technik, privat produziert er seit 20 Jahren selbst Lebensmittel, vor allem Käse und Selchprodukte. Nach seinen Lieblingsprodukten der Pinzgau Milch gefragt, muss er nicht lange überlegen: “Viele! Aber besonders haben es mir die Himbeere-Erdbeere-Buttermilch, der langgereifte Bergkäse und der länger gereifte Sennkäse angetan”, schwärmt er.

 

SalzburgerLand Herkunfts-Zertifikat

Zahlreiche Produkte der Pinzgau Milch sind mit dem SalzburgerLand Herkunfts-Zertifikat ausgezeichnet. Was das für Sie als Kunde bedeutet? Hier können Sie sicher sein, dass Sie Käse und Milchprodukte bester Qualität bekommen. Die Milch wird in Salzburg gemolken und verarbeitet. Nur in Ausnahmefällen dürfen geringere Anteile aus angrenzenden Bundesländern kommen.

Unser Tipp: Achten Sie bei jedem Einkauf auf das Logo, das Lebensmittel als garantiert regional kennzeichnet.

www.garantiert-regional.at

 

Pinzgau Milch Produktions GmbH – Bergbauernspezialitäten aus dem Pinzgau

Pinzgau Milch verarbeitet Milch von Bergbauern aus dem Pinzgau und Pongau. Almwirtschaft als Basis für beste Qualität der Milchprodukte!

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