Aus dem Kochbuch der Salzburger Seminarbäuerinnen

Heute geht es um eine regionale Spezialität, die genau aus den Zutaten besteht, die man früher so daheim hatte: Butter, Mehl, Schmalz, Geselchtes Rindfleisch oder Kartoffeln.

Ein richtiges Kraftpaket: die Fleischkrapfen oder „Bladln“ wie man im Pinzgau dazu sagt. Die Füllung ist von Region zu Region unterschiedlich, einmal mit Erdäpfelgröstl, einmal nur mit Fleisch. Dazu isst man meistens Sauerkraut.

Und wer könnte so ein traditionelles Gericht besser zubereiten als eine Bäuerin, die noch dazu Foodbloggerin ist und im Rahmen der Seminarbäuerinnen auch Kochkurse gibt?

Wir schauen der Seminarbäuerin über die Schulter

Edith Handl-Herzog kommt aus dem Pinzgau, dort füllt man die „Bladln“ mit einem Erdäpfelgröstl und Speck. Trotzdem kochen wir heute gemeinsam auch die Abtenauer Fleischkrapfen, die ausschließlich mit Geselchtem gefüllt werden. Das Rezept haben wir aus dem brandneuen Kochbuch „#ichbinregional“ der Salzburger Bäuerinnen, die traditionelle und moderne Rezepte aus allen Regionen gesammelt haben, um sie für alle zugänglich zu machen.

Zutaten aus dem Augut-Hofladen

Die Zutaten für unsere Fleischkrapfen bekommen wir fast allesamt im Hofladen beim Augut in Zell am See. Melanie Pichler führt den Hof mit ihrer Familie in Kreislaufwirtschaft. Die Pinzgauer Rinder hält sie für Fleisch- und Milchwirtschaft und verwertet alle Produkte selbst direkt am Hof. Besonders im Herbst, wenn das ganze Obst reif wird und es darum geht rund vierzig verschiedene Marmeladesorten für den Hofladen einzukochen. So gibt es das ganze Jahr über einiges an Arbeit und die ganze Familie packt mit an.

Edith Handl-Herzog kauft also im Hofladen Butter, Butterschmalz, Geselchtes und frische Milch ein. Einzig das Mehl – Roggenmehl aus der Region und Salzburger Landweizen – hat Edith schon mit im Gepäck, wenn es ums Bladl ausbacken geht.

Und schon bald brutzeln die Krapfen in heißem Butterschmalz

Das Rezept an sich ist sehr einfach, aber es kommt auf die Machart an. Der Teig muss noch warm sein und die Füllung sollte schon vorbereitet und abgekühlt sein. Das Butterschmalz sollte 200 Grad haben und die Fleischkrapfen dürfen nur so lange darin schwimmen, bis sie goldbraun gebacken sind. Das geht bei den hohen Temperaturen unglaublich schnell. Und schon können wir die duftenden Fleischkrapfen mit Sauerkraut anrichten und genießen!

 

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