Fit mit Wintergemüse
Jetzt im Winter ist es umso wichtiger unser Immunsystem mit Vitaminen und Mineralstoffen zu stärken, um gegen rinnende Nasen und Grippeanfälle gerüstet zu sein. Eine Unterstützung für unser Abwehrsystem bekommen wir vom Rotkraut aber auch vom Weißkraut, das reichlich an Nährstoffen geladen hat. Alleine schon eine Portion zu einer Mahlzeit mit etwa 150 – 200 ob Rot- oder Weißkraut decken unseren Tagesbedarf an Vitamin C. Exakt dieses brauchen wir, um unser Immunsystem zu stärken und unsere Zellabwehr hochzufahren. Aber im Kraut steckt noch mehr drin, die Tagesempfehlung an Vitamin K wird mit einer Portion Rotkraut bis zu 50 % gedeckt und vom Weißkraut bei beinahe 300 % gedeckt Wer beim Kraut auf Kaloriensuche geht, scheitert kläglich, denn 100 g liefern uns gerade mal 23 kcal. Eine ideale Beilage also.
Aber nicht nur die Kalorien machen dieses Kraut zum optimalen Sattmacher, eine Rolle hierbei spielt auch der hohe Ballaststoffanteil. Und der kann unsere oftmals träge Verdauung wieder in Schwung bringen.
Weiteres beinhaltet dieses Wintersuperfood eine beachtliche Menge an Magnesium, Selen, Eisen, Kalium und Kalzium. All diese Stoffe übernehmen in unserem Körper eine wichtige Rolle, daher ist auf eine ausreichende Zufuhr zu achten.


Hast du dich schon einmal gefragt, was dieses Kraut so violett macht?
Der Stoff, der dem Rotkraut diese Farbe verleiht heißt Anthocyane. Dieser sekundäre Pflanzenfarbstoff ist ein natürlicher Entzündungshemmer. Freie Radikale werden in die Flucht geschlagen, somit werden unsere Zellen vor Schäden bewahrt.
In der Volksheilkunde gilt Kraut schon seit Jahrzehnten als Heilmittel. Heutige Studien beweisen, dass dieses winterliche Lebensmittel einen hohen Krebsschutzfaktor enthält. Einfluss darauf hat der Stoff Sulforphan. Er soll das Brustkrebszellenwachstum hemmen. Bewiesen ist, dass dieser sekundäre Pflanzenstoff bei der Zellzerstörung eine Rolle spielt. Seine Wirkung entfacht er, wenn man das Wintergemüse kaut. Sulforphan ist aber nicht nur aber in allen Krautsorten, Karfiol, Brokkoli, Radieschen, Senf, Kresse, Kren und Kohlrabi.
Der charakteristische, oft leicht bittere Geschmack des Krauts ist unverwechselbar. Verantwortlich dafür sind sekundäre Pflanzenstoffe, die sogenannten Glucosinolate. Diese auch als Senfölglycoside bezeichneten Verbindungen enthalten Schwefel und Stickstoff und werden aus Aminosäuren gebildet. Durch die Zugabe von Gewürzen lässt sich der bittere Geschmack jedoch mildern und in eine angenehm harmonische, beinahe liebliche Note überführen. Unabhängig davon sind Glucosinolate von großer Bedeutung, da ihnen eine antikanzerogene Wirkung zugeschrieben wird.
In der Volksheilkunde wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Abheilung von Magengeschwüren durch eine tägliche Trinkkur mit etwa 1 Liter Weißkrautsaft über zwei bis drei Wochen unterstützt werden kann.

Die richtige Lagerung
Damit diese Vorteile bei der Lagerung nicht verloren gehen solltest du auf folgendes achten:
- Den geringsten Nährstoffverlust erzielt man, wenn das Kraut nach der Ernte ehestmöglich verzehrt wird (dies gilt für jede Obst- und Gemüsesorte)
- Einige Stoffe sind hitzelabil, daher ist der rohe Verzehr, in Form von Salat vorteilhafter.
- Allgemein hält sich ein Kopf Rotkraut bis zu 3 Wochen im Kühlschrank frisch.
- Lagere das Kraut nicht gemeinsam mit Äpfeln und Tomaten, denn sie enthalten den Stoff Ethylen und lassen das Rotkraut schneller welk werden
Kleiner Tipp noch:
Nicht jeder Mensch hat eine gut funktionierende Verdauung und kann daher mit der großen Menge an Ballaststoffen umgehen. Solltest du damit Probleme haben, empfehle ich dir das Kraut NICHT roh zu verzehren. Leicht gegart und mit Kümmel oder Ingwer gewürzt ist es bekömmlicher.
Früher war das Kraut vor allem eines: lebenswichtig.
Denn durch Fermentation ließ sich die Ernte lange haltbar machen – ganz ohne Kühlschrank.
Erfahrt mehr über die Geschichte des Fermentierens.
Wie wird eigentlich Sauerkraut gemacht?
Fein gehobeltes Weißkraut wird mit Salz sorgfältig geknetet, gewürzt und langsam fermentiert – so entsteht klassisches Sauerkraut ganz nach traditioneller Art. Hier gibt's das Rezept zum Winterklassiker Klassisches Sauerkraut!




















