Die alle zwei Jahre stattfindende Salzburger Milchprodukteprämierung gilt als das wichtigste Barometer für handwerkliche Exzellenz in der Region. Dieses Jahr war die Beteiligung so stark wie noch nie: 43 Betriebe reichten insgesamt 184 Käse- und Milchprodukte in acht Kategorien zur Verkostung ein. Die Jury belohnte die hohe Qualität mit acht der begehrten Theodul-Statuen und verlieh zudem 116 Gold-, 59 Silber- sowie neun Bronze-Medaillen. Im Vorfeld sichtete und bewertete ein unabhängiges Expertenteam von 16 Juroren aus ganz Österreich die Spezialitäten.

Würdigung des Handwerks
Die Theodul-Prämierung stellt das traditionelle Handwerk in den Fokus. Im Zentrum steht die sensorische Bewertung anhand strenger Kriterien wie Aussehen, Textur, Geruch und Aroma. Ziel ist es, die beste Qualität zu ermitteln, die handwerkliche Kunst hinter traditionellen Herstellungsverfahren zu würdigen und den engagierten Herstellern eine essenzielle Plattform zu bieten.
And the winner is: Kräuterprinz von Bio aus dem Tal
Bei der feierlichen Übergabe der Auszeichnungen, ausgerichtet vom Landesverein der Salzburger Direktvermarkter, der Landwirtschaftskammer Salzburg und dem Salzburger Agrar Marketing (Salzburg schmeckt), wurden insgesamt neun Theodul-Statuen vergeben.
Den begehrten Salzburger Theodul für den Gesamtsieg sicherte sich in diesem Jahr der Kräuterprinz von Bio aus dem Tal aus Kleinarl. Hinter diesem Erfolg stehen Rupert Viehhauser (Schwabhof), Christoph Gwehenberger (Stockhamhof) und Markus Schaidraiter (Hirschleitenhof), die in gemeinsamer Sache die Milch ihrer drei Höfe verarbeiten und vermarkten.

Kategorie-Sieger: Die neuen Meister ihres Fachs
Mit einem Theodul als Kategorie-Sieger ausgezeichnet wurden
Thomas Ließ (Kehlbauer) aus Hof für sein Schafmilchjoghurt (Kat. Sauermilcherzeugnisse)
Melanie Irnberger (Riesergut) aus Bad Hofgastein für ihre Sauerrahmbutter (Kat. Butter)
Bettina und Manfred Huber (Filzmoosalm) aus Großarl für ihren Bauerntopfen (Kat. Frischkäse)
Wolfgang Dankl (Pinzga Kas Mobil) aus Piesendorf für seinen Walcher Bergkas (Kat. Hartkäse)
Handkäserei Wimmer aus Oberalm für ihren Tilsiter im Kräutermantel (Kat. Schnittkäse)
Monika Sendlhofer (Feldinggut) aus Bad Hofgastein für ihren Camembert (Kat. Weichkäse)
Anton und Kathrin Pichler (Litzelhofalm) aus Rauris für ihren AlmkäseHeublumen (Kat. Almkäse)
Johann und Martina Haslauer (Hofkäserei Haslauer) aus Elsbethen für ihre Schaffrischkäseröllchen Mediterran (Kat. Sonstiger Käse).





Rekordbeteiligung bei der Milchprodukteprämierung Salzburger Theodul: 43 Betriebe überzeugten mit handwerklicher Spitzenqualität – ausgezeichnet mit 8 Theodul-Statuen und zahlreichen Medaillen. → Hier geht’s zum Medaillenspiegel
Ehren-Theodul für eine Pionierin der Direktvermarktung
Ein besonderer Moment war die Verleihung des Ehren-Theoduls an Barbara Saller für ihre Pionierarbeit und langjährigen Verdienste um die Direktvermarktung in Salzburg. Die heutige Altbäuerin des Lehenguts aus Bischofshofen, bekannt als "Wetti", setzte sich bereits in den 1980er-Jahren unermüdlich für den direkten Verkauf landwirtschaftlicher Produkte ein. Mit der Organisation des ersten Bauernmarktes in Bischofshofen legte sie als eine der Ersten den Grundstein für die heutige, florierende Direktvermarktung. Ihrem unermüdlichen Engagement ist es zu verdanken, dass der Ab-Hof-Verkauf heute selbstverständlich ist.








