Äpfel liefern Ballaststoffe, Vitamin C, Kalium und wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders spannend ist das Pektin: ein löslicher Ballaststoff, der unseren guten Darmbakterien als „Futter“ dient, ihre Vielfalt und Vermehrung unterstützt und damit auch einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Darmmikrobiom und einem gut funktionierenden Immunsystem leisten kann. Zudem kann Pektin dazu beitragen, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken.
Salzburg steckt voller Apfelvielfalt
Auf Streuobstwiesen und in heimischen Gärten wachsen neben bekannten Sorten auch viele alte, regionale Apfelsorten. Sie unterscheiden sich nicht nur in Geschmack, Farbe und Reifezeit, sondern bringen auch wertvolle Vielfalt auf den Teller. Ein guter Grund, beim nächsten Einkauf oder auf dem Bauernmarkt einmal nach alten Sorten aus der Region Ausschau zu halten - vielleicht wartet dort schon der nächste Lieblingsapfel.


Allergie? Die Apfelsorte macht einen Unterschied!
Nicht jeder Apfel wird bei einer Allergie gleich gut vertragen. Alte Apfelsorten werden von manchen Allergikern besser vertragen als die meisten modernen Sorten. Dafür werden unter anderem die enthaltenen Polyphenole verantwortlich gemacht. Zudem enthalten sie teilweise weniger allergieauslösende Proteine. Einen Versuch wert können beispielsweise alte Sorten wie Boskoop oder Gravensteiner sein – die Verträglichkeit ist jedoch individuell und sollte bei bestehender Allergie vorsichtig getestet werden.
Frisch gepresst schmeckt’s am besten:
Frisch gepresster Apfelsaft von heimischen Bauern ist ein ganz besonderer Genuss: regional, saisonal und voller Apfelaroma. Und auch als Sportgetränk kann er interessant sein: Die natürlich enthaltenen Kohlenhydrate liefern schnell verfügbare Energie, besonders bei längeren oder intensiveren sportlichen Einheiten. Mit Wasser verdünnt (1/3 Apfelsaft mit 2/3 Wasser mischen) ergänzt mit einer kleinen Prise Salz wird daraus ein einfaches, erfrischendes Getränk für den Sport.


Apfelessig – regional & naturbelassen
Auch Apfelessig kann mehr als nur sauer schmecken! Naturtrüber, nicht pasteurisierter Apfelessig aus heimischen Äpfeln entsteht durch natürliche Fermentation und bringt dabei organische Säuren und wertvolle Begleitstoffe mit. Ob im Salatdressing, über knackiges Gemüse oder gut verdünnt als erfrischendes Getränk – ein echter Allrounder für die Küche!
Mein Tipp als Diätologin:
Den Apfel möglichst mit Schale genießen – denn gerade dort und direkt darunter stecken besonders viele wertvolle Pflanzenstoffe. Ob knackig als Snack, mit Joghurt, Haferflocken und Nüssen oder verarbeitet zu Apfelmus und Apfelstrudel: Die Schale kann bei guter Qualität meist einfach mitverwendet werden. So bleibt mehr vom Apfel erhalten – für einen ballaststoffreichen, sättigenden und rundum köstlichen Genuss.

























