Sprossen_ Ökohof Feldinger

Frisches Grün im Winter

Klein, knackig und voller wertvoller Inhaltsstoffe: Gemeinsam mit der Salzburger schmeckt-Diätologin Maria Anna Benedikt haben wir den Ökohof Feldinger in Wals besucht. Dort wachsen Millionen Biosprossen, die nicht nur Farbe auf den Teller bringen, sondern auch jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Geschmack liefern.

Frische Kraftpakete vom Ökohof Feldinger aus Wals

 

Wie gesund sind Sprossen wirklich? Um dieser Frage nachzugehen, hat sich unsere Ernährungsexpertin Maria Anna Benedikt am Ökohof Feldinger umgesehen. Dort produziert Familie Feldinger seit Jahrzehnten Biosprossen und zählt heute zu den Pionieren Österreichs. „Keimlinge sind das erste Lebenszeichen einer Pflanze – in diesem Stadium sind besonders viele Nährstoffe vorhanden", erklärt die Diätologin. Während Keimlinge noch vollständig verzehrt werden, entwickeln Sprossen bereits feine Wurzeln und Blättchen. Microgreens wachsen einige Tage länger und entfalten dabei immer intensivere Aromen.

Warum Sprossen so wertvoll sind

Sprossen sind eine ideale Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung. Sie liefern unter anderem:

  • Vitamine A, C, E und K
  • Eisen, Magnesium und Zink
  • Beta-Carotin
  • antioxidative Polyphenole
  • Sulforaphan, das für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt ist

Während des Keimprozesses wird außerdem Phytinsäure weitgehend abgebaut. Dadurch kann der Körper Mineralstoffe besonders gut aufnehmen. Trotzdem gilt: Sprossen ergänzen den Speiseplan, ersetzen aber kein frisches Gemüse.

 

Kleine Sprossenkunde

Je nach Sorte unterscheiden sich Geschmack und Verwendung deutlich.

Blaukrautsprossen

Mit ihrer kräftigen violetten Farbe sind sie ein Hingucker auf jedem Teller. Geschmacklich sind sie mild-würzig mit einer feinen Kohl-Note.

Passen besonders gut zu:

  • winterlichen Salaten
  • Gemüsepfannen
  • Ziegenkäse 
     

Rucolasprossen

Bereits als junge Pflanze besitzen sie das typische würzig-nussige Aroma.

Ideal für

  • Pasta
  • Sandwiches
  • Salate
     

Kresse

Der Klassiker unter den Sprossen bringt angenehme Schärfe auf den Teller.

Schmeckt hervorragend zu bzw. in:

  • Butterbrot
  • Rührei
  • Karottensuppe
  • Smoothies
  • Gemüsesäften 

 

Rettichsprossen

Kräftig, würzig und leicht scharf sorgen sie besonders in der kalten Jahreszeit für Geschmack.

Perfekt für: 

  • Topfenaufstriche
  • Jausenbrote
  • Bowls
  • asiatische Gerichte
  • weißen Fisch 
     

Brokkolisprossen

Mild-würzig und besonders vielseitig.

Empfehlenswert zu:

  • Brokkoligerichten
  • gebratenem Fleisch
  • Kartoffelpüree
  • Bratlingen
  • Wokgerichten


Die Beschreibungen und Verwendungsempfehlungen stammen aus den Informationen von Maria Anna Benedikt und dem Ökohof Feldinger.

Seit Jahrzehnten Bio aus Überzeugung

Der Ökohof Feldinger in Wals zählt zu den Bio-Pionieren Salzburgs. Bereits in den 1980er-Jahren stellten Maria und Johann Feldinger den Betrieb auf biologische Landwirtschaft um. 1990 eröffneten sie Salzburgs ersten Bioladen mit Bio-Vollsortiment. Heute führt Johann Feldinger jun. den Familienbetrieb weiter. Auf rund 12 Hektar Freiland, 4.000 Quadratmetern Gewächshaus und 460 Quadratmetern Folientunneln wächst das ganze Jahr über regionales Gemüse. Eine besondere Spezialität sind die Biosprossen unter der Marke „Feldinger's Hausgartl". Rund 1,8 Millionen Sprossenkisterl verlassen jährlich den Betrieb.

Die Sprossen wachsen auf biologisch abbaubaren Hanfmatten und werden direkt am Hof ausgesät, gepflegt und verpackt. Gesät wird an sechs Tagen pro Woche, damit Gastronomie und Handel laufend mit frischen Sprossen beliefert werden. Alle Produkte tragen das SalzburgerLand-Herkunfts-Zertifikat.

 

Wo gibt's die Feldinger-Sprossen?

Erhältlich sind die Biosprossen unter anderem:

 

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