Das Abenteuer Milchverarbeitung begann beim Schmiedbauer vor 30 Jahren. Seit damals führt Josef Oberascher den Hof seiner Eltern im Nebenerwerb und hatte bald darauf gemeinsam mit Gertraud beschlossen, die hofeigene Milch auch selbst zu verarbeiten. In der Milchkammer stellten sie zuerst Frischkäse, Joghurt und Butter her und erweiterten dann laufend ihr Wissen zur Milchverarbeitung. Der Höhepunkt war die Ausbildung zum Käse- Sommelier, die Gertraud und Josef 2012 absolvierten. Kurz darauf folgte der Entschluss eine professionelle Produktion aufzubauen. „Für uns war klar: Wenn wir dieses Projekt starten, dann richtig“, erzählt Josef. So entstand eine hochmoderne Käsereiproduktion mit Reiferäumen und einen Hofladen mit Verkaufs- und Verkostungsraum auf drei Ebenen.
Eismachen aus Passion
Als ein Bekannter dann die Idee hatte, aus der aromatischen Heumilch auch Eis herzustellen, wurde das nächste Projekt gestartet. Denn „wenn wir schon Eis aus der hofeigenen Milch verkaufen, dann nur, wenn wir es auch selbst herstellen“, so Gertraud. Nach der Aneignung der notwendigen Theorie wurde gleich in erstklassige Produktionsgeräte investiert. „Mit einem Trabi kann ich kein Formel-1-Rennen gewinnen“, lacht Josef und ist bis heute überzeugt, dass das die richtige Entscheidung war. Zwei Jahre lang testeten die beiden unzählige Eisrezepte und entwickelten immer wieder neue Sorten, bis sie mit ihren Kreationen zufrieden waren. „Wenn ich das Eis probiere, muss einfach dieser Wow-Effekt da sein. Andernfalls sind wir nicht zufrieden“, erklärt Gertraud die hohen Standards beim Schmiedbauer. Gestartet wurde mit zwölf Sorten, darunter Klassiker wie Vanille, Schokolade und Haselnuss. Danach fanden andere Eigenprodukte wie Joghurt und Topfen ihren Weg ins Eis. So gibt’s auch die erfrischenden Sorten Joghurt-Honig und Topfen-Heidelbeere.



Natürlicher Genuss
Für ein erstklassiges Produkt benötigt man erstklassige Rohstoffe. Dieses Credo wird hier bereits bei der Fütterung der Milchkühe umgesetzt. Ausschließlich belüftetes Heu sowie etwas Mais und Luzerne steht den Kühen im Stall zur Verfügung. Auch die anderen Rohstoffe wählen die beiden Eisproduzenten mit größter Sorgfalt aus. Hier gibt es keine fertige Schokolade, sondern werden Kakaobohnen mit Schokodrops vermischt, nur echte Pistazien und Beeren statt Pasten verwendet und auf Farbstoffe verzichtet. „Wir produzieren natürliche Lebensmittel, mit natürlichen Zutaten. Das macht den guten Geschmack und die hohe Qualität unseres Eis aus“, betont Gertraud.
Mehr als 20 Sorten im Jahr
Derzeit umfasst das Sortiment rund 20 verschiedene Sommereissorten, wie etwa Stracciatella, Joghurt-Honig, Topfen-Marille und Cappuccino. Im Winter gibt es rund 12 Sorten, darunter Walnuss-Honig, Zwetschke- Zimt und Eierliköreis. Welches Eis die beiden selbst am liebsten mögen? Für Gertraud ist Pistazieneis der erklärte Favorit, während Josef das Haselnusseis bevorzugt.
Eis-Tipp von den Profis
Für den perfekten Genuss sollte das Eis übrigens nicht zu kalt sein. „Die Eistemperatur sollte so sein, dass ich den vollmundigen Charakter genießen kann“, erklärt Josef. Daher empfiehlt der Eisexperte, das Eis bei Raumtemperatur etwas warm werden zu lassen. So ist bester Genuss garantiert!







