Regional aufgetischt in der Kantine des Bundesheeres

Regionale Power fürs Bundesheer

Das österreichische Bundesheer geht in Sachen Verpflegung neue Wege und setzt immer mehr auf regionale Lebensmittel aus dem SalzburgerLand.

1.167 Kilogramm Rindfleisch, 6.412 Eier und über 5.000 Kilogramm Gemüse – das ist der monatliche Durchschnitts-Verbrauch des österreichischen Bundesheeres für die Kasernen im gesamten Bundesland Salzburg. Insgesamt werden daraus in der neuen Regionalküche in Wals und den sieben Finalisierungsküchen an den vier Kasernenstandorten Wals, St. Johann, Saalfelden, Tamsweg rund 32.000 Portionen pro Monat für die Soldatinnen und Soldaten zubereitet. Die Verpflegung erfordert daher eine durchdachte Logistik. Der Speiseplan wird bereits Wochen im Voraus festgelegt, wobei die Hauptkomponenten zentral in der Produktionsküche vorbereitet werden. Die Mahlzeiten werden dann in den Finalisierungsküchen frisch fertiggestellt. Der Einkauf erfolgt über die Bundesbeschaffung GmbH (BBG), die die Bedarfe ausschreibt. Wer die erforderlichen Mengen liefern kann, erhält den Zuschlag und wird fester Lieferant.

 

Immer mehr Zutaten aus der Region

Seit 2023 verfolgt die Regionalküche der Schwarzenbergkaserne ein ambitioniertes Ziel: Mehr regionale Lebensmittel auf die Teller zu bringen. Deswegen arbeiten Oberst Rainer Antesberger und die Teams in den Heeresküchen gemeinsam mit dem Salzburger Agrar Marketing intensiv daran, den Anteil zertifizierter regionaler Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung anzuheben. Außerdem soll auch der Bio-Anteil sukzessive erhöht werden. Doch die Größenordnung der benötigten Lebensmittel stellt viele regionale Kleinbetriebe vor eine schier unlösbare Aufgabe.

Chancen für regionale Betriebe

Um dies zu ermöglichen, setzt das Bundesheer auf das sogenannte Dynamische Beschaffungssystem (DBS). Damit haben auch kleine und mittelgroße Betriebe die Möglichkeit, sich an der Versorgung des Bundesheeres zu beteiligen. Oberst Rainer Antesberger erklärt: „Die großen Mengen an Lebensmittel, die wir für die Versorgung unserer Kasernen im Bundesland Salzburg benötigen, sind vor allem für kleine Betriebe oft eine zu große Herausforderung. Aber durch das dynamische Beschaffungssystem bieten wir ihnen die Chance, Lebensmittel auch in für sie möglichen Mengen an das Bundesheer zu liefern. Sobald man als Lieferant von der Bundesbeschaffungs GmbH geprüft und genehmigt wird, kann man seine Produkte anbieten.“ Bereits jetzt stammen viele Grundzutaten der Gerichte wie Fleisch, Milch und Gemüse immer öfter auch von (Klein-)Betrieben aus dem Land Salzburg. Damit will man nicht nur die heimische Landwirtschaft unterstützen, sondern auch die Versorgungssicherheit im Bundesland Salzburg stärken. Denn ein funktionierendes Netzwerk in der Region macht unabhängiger von Ausfällen, Krisen oder Lieferschwierigkeiten auf dem globalen Lebensmittelmarkt.

Regionalität schmeckt

Das Feedback der Soldatinnen und Soldaten fällt durchweg positiv aus. Sie schätzen die Qualität der abwechslungsreichen Gerichte, die nicht nur gut schmecken, sondern auch das Bewusstsein für regionale Produkte stärken. Das Pilotprojekt in Salzburg zeigt eindrucksvoll, dass nachhaltige und regionale Verpflegung beim Bundesheer nicht nur möglich, sondern auch erfolgreich umsetzbar ist.

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