Genusstagebuch #64_Gellnwirt Tamsweg

Genusstagebuch #64 - zu Gast beim Gellnwirt in Tamsweg

Für dieses Genusstagebuch sind wir in den Lungau gefahren, um uns auf die Suche nach einer fast vergessenen Pflanze zu machen: der Saubohne! Gellnwirt Martin Gruber verarbeitet diese regionale Rarität zu einer kreativen Speise.

Heute bin ich im Lungau unterwegs auf der Suche nach einer fast vergessenen Pflanze: der Saubohne!

 

Zurück zu den Wurzeln

Andreas Bauer hat sie wieder entdeckt – sie war früher hier ein Grundnahrungsmittel, bevor sie von der Kartoffel abgelöst wurde. Sogar sein Urgroßvater hat sie vor ungefähr 70 Jahren schon hier angebaut. Da ist er durch Zufall draufgekommen und musste sich die Bohnensamen von einem Samenarchiv bestellen.

27 Stück hat er 2021 bekommen, die hat er angebaut und mittlerweile hat er 2000 Stück und beliefert damit sogar die örtliche Gastronomie.

Von der Bohne zum kreativen Gericht

So wie etwa den Gellnwirt direkt in Tamsweg. Hier kochen wir heute Arancini, italienische Reisbällchen, aber eben ohne Reis, dafür mit Bohne! Die Bohne schmeckt übrigens leicht nussig und die Schale ist etwas härter – darum sollte man sie auch schälen, gerade wenn man sie zerkleinert weiterverarbeitet.

Martin Gruber vom Gellnwirt in Tamsweg ist ein Kunde erster Stunde. Er liebt die Herausforderung neuer Produkte und ist ein richtig kreativer Kopf. Inspiration hat er sich auch auf Reisen gemeinsam mit seiner Frau Verena geholt. All diese Ideen baut er in seiner Küche ein und arbeitet dabei so regional wie möglich. In die Reisbällchen kommen auch noch Brennnessel aus dem eigenen Garten und ein Käse aus der Region. Dazu gibt es ein Hirschfilet, da sein Papa Jäger ist und er das so direkt aus der Umgebung bekommt.

Und dazu gibt´s Kombucha

Verena hat sich auf Kombucha spezialisiert und braut immer frisch in den unterschiedlichsten, kreativen Variationen. Diese Kombination geht wirklich auf und funktioniert einfach perfekt! Während der Salzburg schmeckt Genusswochen im Juni 2026 kann man dieses Gericht übrigens beim Gellnwirt auch vor Ort probieren!

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