In den frühen Morgenstunden, wenn der See noch ruhig ist und der Nebel geheimnisvoll über dem Wasser schwebt, fährt Bernhard Ebner mit seinem 40 Jahre alten Boot, dem „Traunerl“, auf den See hinaus, um frische Fische zu fangen. Seit über 50 Jahren steuert der Seniorchef des Gasthofs Fürberg das neun Meter lange Holzschiff aus Mahagoni routiniert über das kristallklare Wasser des Wolfgangsees. „Die Stimmung in der Morgendämmerung ist auch für mich immer noch atemberaubend“, beschreibt Bernhard Ebner seine Faszination für den Wolfgangsee. Bei jedem Wetter fährt er hinaus auf den See – auch im Winter. „Nicht immer ist es romantisch und idyllisch, die Arbeit am Wasser ist hart und kräftezehrend, aber gleichzeitig auch wunderschön“, so der erfahrene Fischer. Bereits seit über 400 Jahren besitzt die Familie Ebner ein Drittel der Fischereirechte am Wolfgangsee. Die Geschichte des Hauses reicht bis ins Jahr 1579 zurück, als das Fischereirecht erworben wurde. Heute ist die Fischerei nicht nur eine jahrhundertealte Tradition, sondern auch ein zentraler Bestandteil des Restaurantbetriebs. Am Nachmittag werden die Netze im See gesetzt und verbleiben über Nacht im Wasser. Morgens, gegen halb sechs, fährt Bernhard Ebner erneut aufs Wasser hinaus, um die Netze einzuholen und die Fische zu entnehmen. „Man braucht schon eine wahre Leidenschaft für die Fische und die nötige Erfahrung, um zu wissen, in welcher Tiefe sie sich bei welchem Wetter und zu welcher Jahreszeit aufhalten. Auch der Mond spielt dabei eine besondere Rolle“, erzählt Bernhard Ebner begeistert.



Bester Fisch aus reinstem Trinkwasser
Die herausragende Qualität des Fisches ergibt sich einerseits aus der natürlichen Ernährung der Fische und andererseits aus der schnellen Verarbeitung in der Küche. „Wildgefangene Fische ernähren sich selbst, das ist mit Zucht- oder Teichfischen nicht vergleichbar“, weiß Küchenchefin Karin Ebner. Kaum ist Bernhard Ebner mit seinem Fang zurück im Gasthof Fürberg, werden die Fische sofort verarbeitet. Zuerst werden sie in der Fischerei geschuppt, ausgenommen und gründlich gespült. Küchenfertig kommen die verschiedenen Fischarten, wie beispielsweise die Reinanken, in die Küche des Haupthauses. Dort werden sie in eine Salzlake eingelegt, in der sie für einige Stunden verweilen. „Frische ist das A und O! Unsere Fische sind nie älter als zwei Tage“, erklärt Karin Ebner. Sollte der Fang doch einmal größer ausfallen, werden die Fische küchenfertig vakuumverpackt und schockgefroren, um die hohe Qualität zu bewahren. Ob gebraten, gegrillt oder im Ofen gegart – die Fische werden immer in der besten Art und Weise zubereitet. Dazu gibt es hausgemachte Beilagen, die mit regionalen Zutaten aus der Umgebung des Wolfgangsees zubereitet werden – von frischem Gemüse bis hin zu selbst gemachten Knödeln. Frische Kräuter aus dem eigenen Kräutergarten verleihen den Gerichten das gewisse Extra und runden den feinen Geschmack wunderbar ab.

Tradition und Kulinarik
Neben der exzellenten Küche trägt auch die herzliche Atmosphäre des Gasthauses dazu bei, dass sich jeder Gast wie zu Hause fühlt. Der atemberaubende Blick auf den See schafft eine einladende und gemütliche Umgebung, in der man sich nach einem erlebnisreichen Tag am Wolfgangsee perfekt entspannen kann. Das Gasthaus Fürberg ist bequem mit dem Schiff der Wolfgangseefahrt erreichbar, das direkt am Steg vor dem Haus anlegt. Zu Fuß erreicht man das Gasthaus von St. Gilgen aus über einen kleinen Wanderweg.







