Es wird aufgetischt!
Von Mitte August bis Ende Oktober steht das Salzburger Land ganz im Zeichen des Bauernherbstes. In 77 Bauernherbst-Orten laden 2026 rund 2.000 Veranstaltungen dazu ein, bäuerliche Traditionen, gelebtes Brauchtum und vor allem die kulinarische Vielfalt der Regionen kennenzulernen.
Denn der Bauernherbst ist auch Erntezeit und damit Genusszeit. Jetzt kommen viele Lebensmittel frisch vom Feld, aus dem Bauerngarten oder vom Obstbaum auf den Tisch. Auf Bauernmärkten, bei Hoffesten, Almabtrieben und in den Gasthäusern wird aufgetischt, was in der Region wächst und erzeugt wird. Da dürfen Klassiker wie Kasnocken, Bauernkrapfen, Hasenöhrl oder Apfelradln ebenso wenig fehlen wie regionale Besonderheiten – vom Lungauer Eachtling über Pinzgauer Schottnockn bis zur Fuschlsee-Forelle. Dazu kommen würziger Käse, Speck und Würste aus der Selchkammer, knuspriges Bauernbrot, frisch geerntete Äpfel und Birnen, Säfte und Edelbrände.

Bauernherbst 2026: Zahlen & Fakten
- 31. Bauernherbst: Seit 1996 wird die fünfte Jahreszeit im Salzburger Land gefeiert.
- 77 Bauernherbst-Orte sind 2026 mit dabei.
- Rund 2.000 Veranstaltungen stehen von Mitte August bis Ende Oktober auf dem Programm.
- 260 Bauernherbst-Wirte servieren heimische und regionale Spezialitäten.
- 330 Bauern und Bauernläden bieten frische Produkte aus der Region an.
- Rund 14.000 Mitwirkende – darunter Bäuerinnen und Bauern, Handwerker, Wirte, Musiker und Tänzer – gestalten den Bauernherbst mit.
- Rund 500.000 Besucherinnen und Besucher erleben jedes Jahr die Veranstaltungen. „G’sungen und G’spielt“ lautet auch 2026 das Motto. Heuer stehen besonders Stuben- und Familienmusik sowie kleine Volksmusikgruppen im Mittelpunkt.

Vom Almabtrieb bis zum Bauernmarkt
Der Bauernherbst zeigt aber nicht nur, was auf den Tellern landet, sondern auch, wie eng Lebensmittel, Landwirtschaft und bäuerliches Handwerk miteinander verbunden sind. Wenn die Tiere nach dem Sommer von den Almen ins Tal zurückkehren, Obst geerntet, Getreide verarbeitet oder Käse, Butter und Brot hergestellt werden, können Besucherinnen und Besucher vielerorts unmittelbar miterleben, wie viel Wissen und Arbeit hinter regionalen Lebensmitteln stecken.
Auch traditionelles Handwerk gehört dazu. Beim Korbflechten, Schindlmachen oder Sensenmähen werden Fertigkeiten gezeigt, die über Generationen weitergegeben wurden. Bauernmärkte und Hoffeste wiederum bieten Gelegenheit, mit den Produzentinnen und Produzenten ins Gespräch zu kommen, ihre Lebensmittel zu verkosten und mehr über deren Herstellung zu erfahren.
Eine wichtige Rolle spielen dabei die 260 Bauernherbst-Wirte. Sie bringen die Ernte der Saison und die Produkte der heimischen Landwirtschaft auf den Teller und zeigen, wie vielfältig regionale Küche sein kann. Bauern und Wirte treten dabei vielfach gemeinsam als Partner auf: Die einen erzeugen hochwertige Lebensmittel, die anderen machen daraus traditionelle Gerichte oder interpretieren sie neu. Gerade diese direkte Verbindung zwischen Landwirtschaft, Lebensmittelhandwerk und Gastronomie macht den Bauernherbst zu einer besonderen Zeit für Genießer.

Mehr Wertschätzung für heimische Lebensmittel
Der Bauernherbst ist damit weit mehr als eine Reihe traditioneller Feste. Er macht sichtbar, wo Lebensmittel herkommen, wer sie erzeugt und wie viel Arbeit, Erfahrung und Wissen dahinterstecken. Die Bäuerinnen und Bauern präsentieren sich als regionale Produzenten und Nahversorger und geben Einblick in ihre tägliche Arbeit. Wer bei einem Bauernmarkt Käse direkt beim Produzenten kauft, beim Hoffest frisch gebackene Bauernkrapfen probiert oder beim Bauernherbst-Wirt ein Gericht mit Zutaten aus der Umgebung bestellt, erlebt Regionalität unmittelbar. Und vielleicht ist genau das eines der schönsten Dinge am Bauernherbst: Man feiert gemeinsam – und lernt dabei ganz nebenbei die Menschen kennen, die dafür sorgen, dass das Salzburger Land so gut schmeckt.















