Vom Galloway-Rind bis zum Fleischkrapfen
2013 haben die Rettenbachers den Hof von Augustins Eltern übernommen. Damals wurde am Betrieb noch klassische Milchviehwirtschaft betrieben. Die junge Familie entschied sich jedoch bewusst für eine Neuausrichtung und stellte auf die biologische Aufzucht und Mast von Galloway-Kalbinnen um. Heute leben vier Tiere am Hof, daneben gehören auch Bio-Legehennen, Bio-Wachteln und saisonal Bio-Masthühner zum Betrieb.

Familienbetrieb mit klarer Philosophie
Augustin Rettenbacher ist Vollerwerbsbauer, Juliane unterstützt tatkräftig mit – ebenso wie die vier Kinder, die schon gerne am Hof mithelfen. Der Betrieb ist bewusst klein gehalten. „Klein und fein“ lautet die Philosophie der Familie. Qualität steht dabei klar vor Wachstum.
Besonders wichtig ist den Rettenbachers Transparenz und Frische. Angeboten wird Frischfleisch sortenrein – also nicht in klassische Mischpakete. Zusätzlich werden Teile des Fleisches von einem regionalen Verarbeiter zu Hauswürsten verarbeitet. Rinderspeck wird direkt am Hof erzeugt
Geschlachtet wird über einen regionalen Lohnschlachter, verkauft wird ausschließlich gegen Vorbestellung direkt ab Hof sowie am Tennengauer Wandermarkt. Dieser Markt, der abwechselnd jeden Samstag in Golling, Kuchl und St. Koloman stattfindet, entstand ebenso auf Initiative von Juliane und Augustin. Die Vermarktung konzentriert sich bewusst auf den Tennengau.


Fleischkrapfen als besondere Spezialität
Bekannt ist Da Waldhofer vor allem durch eine traditionelle Spezialität: die Tennengauer Fleischkrapfen. Augustin Rettenbacher bereitet diese selbst zu und hat sich damit weit über St. Koloman hinaus einen Namen gemacht. Serviert werden die Fleischkrapfen klassisch mit Sauerkraut, das regional aus Wals bezogen wird.
Mittlerweile ist daraus auch ein zweites Standbein entstanden. Unter dem Motto „Da Waldhofer – gmocht in Salzburg“ bieten die Rettenbachers ein Cateringservice an. Neben den Fleischkrapfen bereitet Augustin dann etwa auch Blattlkrapfen und Schweinsbraten zu. Juliane steuert Kuchen und Desert bei. Und als Abschluss wartet ein Stamperl selbst gebrannter Schnaps.
Auch mit ihrem Foodtruck ist die Familie immer wieder auf diversen Veranstaltungen vertreten – etwa beim Weihnachtsmarkt oder beim Kunsthandwerksmarkt in Hallein. Mit ihrer Leidenschaft für Landwirtschaft, ehrliche Lebensmittel und gelebte Regionalität zeigen Juliane und Augustin Rettenbacher eindrucksvoll, wie moderne Direktvermarktung im kleinen Rahmen erfolgreich funktionieren kann.











