Wo man sich „wia z`Haus“ fühlt…

Ein Wirtshaus, wo du reingehst und mit einem herzlichen “Griaßdi” empfangen wirst, auf der Speisekarte finden sich Köstlichkeiten aus der eigenen Landwirtschaft und rundherum spürt man, dass hier mit Leidenschaft gearbeitet wird – davon konnte ich mich bei meinem Besuch beim Löckerwirt in St.Margarethen im Lungau überzeugen.

Zu Gast bei Familie Löcker

Tatsächlich werde ich mit einem herzlichen „Griaßdi“ von Gastgeberin Flora Löcker empfangen. Sie ist im wahrsten Sinn des Wortes die Seele des Hauses. Als Küchenchefin und Expertin in Sachen Kräuterkunde versteht sie es, ihre Gäste „einzukochen“. Die diplomierte TEH-Praktikerin weiß genau, welches „Kräutlein“ die Gerichte geschmacklich vollendet. Für die Basis dieser Gerichte sorgt Ehemann Johann. Seine Stärke liegt in der Liebe zur Landwirtschaft und im sorgsamen Umgang mit der Natur und den Tieren. Diese Landwirtschaft ist es auch, die den Löckerwirt zu etwas Besonderem macht. „Als einige der wenigen Gastronomie-Betriebe im Lungau haben wir unsere eigene Bio-Landwirtschaft“, erzählt Flora Löcker, während sie mich am Hof herumführt.

Genuss-Quelle Landwirtschaft

Zu Recht bezeichnen die Löckers ihre Landwirtschaft als „Genuss-Quelle“. „Einfach auf den Punkt gebracht“, denke ich, als ich den „Wohlfühlstall“ betrete. Kuschelige Angus-Rinder, blökende Schafe, muntere Ziegen, einige Hühner, eine Gänseschar und noch einige Vierbeiner mehr bevölkern den Hof. Gäste, die hier Urlaub am Bauernhof machen, können via „VIEH TIWI“ übrigens vom Zimmer aus das Treiben beobachten.

Kulinarische Genüsse

Während Rind und Lamm ganzjährig auf den Teller kommen, gibt es die Weidegans nur im Herbst. Flora und Johann, sowie die Söhne Johann und Leonhard sind passionierte Jäger, sodass die Speisekarte hin und wieder durch frisches Wildbret ergänzt wird. Fehlen darf im Lungau natürlich auch der Eachtling nicht. Auf die Frage, ob auch diese ganz besondere Kartoffel am Hof angebaut wird, bekomme ich als Antwort ein lachendes „Aber selbstverständlich!“.

Als mich die leidenschaftliche Bäuerin und Köchin dann durch den Kräutergarten führt und mir vorschwärmt, welch köstliche Speisen sie damit verfeinert, meldet sich bei mir langsam der Hunger.

Essen á la carte

Der fein gedeckte Tisch im Restaurant erinnert eher an ein Haubenlokal als an einen Landgasthof, und der Blick in die Speisekarte macht die Wahl nicht leicht. Ich entscheide mich schließlich für eine klassische Rindsuppe und ein simples, aber umso schmackhafteres Bauernbrot.

Schade, dass gerade nicht „Ganslzeit“ ist, denn davon schwärmt die Hausherrin besonders. Zum Trost verrät sie mir das Rezept. Aber vielleicht komme ich im Herbst ja wieder her. Denn dann locken auch die „Spezialitätentage“. Da steht dann etwa „Trilogie von Löcker ́s Vieh“, eine Komposition aus Bio Angus Rind, Bio Lamm und Bio Weidegansl auf der Speisekarte.

Und wenn ich dann schon mal da bin, bleibe ich auch gleich für ein paar Tage. Denn so ein Urlaub in herzlicher, familiärer Atmosphäre erdet doch ungemein. Außerdem wäre ich doch sehr neugierig, auf die beruhigende Wirkung des VIEH TIWI.

 

 


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