Mit Wurzeln und Knollen entgiften und entsäuern

Wenn man im Winter auf den heimischen Wochenmärkten unterwegs ist, lachen einen nicht nur zahlreiche Kohl- und Krautsorten an, sondern auch jede Menge Wurzelgemüse. Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzel, Sellerie, Topinambur & Co haben jetzt ihren großen Auftritt. Die lagerfähigen Wurzeln und Knollen bestechen nicht nur durch ihre lange Haltbarkeit, sondern auch durch zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Vor allem der körpereigene Säure-Basen-Haushalt freut sich. Denn Wurzelgemüse ist besonders basisch und daher auch Bestandteil einer jeden Basensuppe oder -brühe. Perfekt geeignet also, um den Körper zu Entsäuern und im Rahmen einer Detoxkur.

Der Säure-Basen-Haushalt

Überschüssige Säuren entstehen bei der heutigen westlichen Lebensweise relativ schnell. Stress, schnelles und hektisches Essen, vitalstoffarme Ernährung, kaum oder zu viel Sport können der Auslöser sein. Der Körper verfügt in der Regel über so genannte Puffermechanismen, die verhindern, dass das Blut übersäuert, denn dies hätte tödliche Folgen. Schaffen es die Puffer Darm, Niere, Lunge und Haut nicht, alle Säuren loszuwerden, werden diese im Bindegewebe eingelagert. Dort bilden sich kleine „Säuremüllhalden“ die den Zufluss von Nährstoffen und den Abtransport von Fetten und Abfallstoffen behindern. Die Folgen spürt man vor allem langfristig: schlechte Haut, erschwertes Abnehmen, Cellulite, ein schwaches Immunsystem, Erschöpfung, usw.

Basisch ernähren heißt entsäuern

Wichtig ist daher eine Ernährung, die reich an basischen Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, Natrium, Kalzium ist! Und da kommt das Wurzelgemüse ins Spiel. Gleichzeitig empfiehlt es sich, genügend zu trinken, um die Niere in ihrer Pufferfunktion zu unterstützen. Um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, bietet sich eine Kur mit Basenbrühe an. Ideal wäre jeden Tag ein Liter frisch gekochte Basenbrühe über eine Woche lang. Wer das nicht schafft, versucht es jeden zweiten Tag oder legt zumindest einen basischen Tag ein. An diesem Tag sollte man keine tierischen Eiweiß-Produkte zu sich nehmen, sondern rein vegetarische am Weg sein. Denn Eiweiß wird vom Körper sauer verstoffwechselt und lässt die Säurelast ansteigen. Das gilt vor allem dann, wenn man mehrere (vor allem tierische) Eiweißsorten miteinander mischt.

Aus der Versenkung zurück auf den Teller

Meine Lieblingsknolle ist übrigens die Topinambur. Sie war eigentlich die Vorgängerin der Kartoffel, von der sie in Europa ab 1750 weitgehend verdrängt wurde. Erst seit einigen Jahren erobert sie ihren Platz auf den Tellern zurück. Topinambur wird auch Diabetiker-Kartoffel genannt, weil sie den Blutzucker wesentlich weniger stark ansteigen lässt als die Kartoffel. Sie enthält den Ballaststoff Inulin, das als Präbiotikum einen wichtigen Beitrag zur guten Verdauung leistet. Doch aufgepasst, wer selten inulinreiche Lebensmittel isst, reagiert bei übermäßigem Verzehr gern einmal mit Blähungen.

 

 


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