Fit mit Wintergemüse
 

Jetzt im Winter ist es umso wichtiger unser Immunsystem mit Vitaminen und Mineralstoffen zu stärken, um gegen rinnende Nasen und Grippeanfälle gerüstet zu sein. Eine Unterstützung für unser Abwehrsystem bekommen wir vom Rotkraut, das reichlich an Nährstoffen geladen hat. Alleine schon 200 g Rotkraut decken unseren Tagesbedarf an Vitamin C. Exakt dieses brauchen wir, um unser Immunsystem zu stärken und unsere Zellabwehr hochzufahren. Aber im Rotkraut steckt noch mehr drin, die Tagesempfehlung an Vitamin K wird mit dieser Portion zu 400 % gedeckt.
Wer beim Rotkraut auf Kaloriensuche geht, scheitert kläglich, denn 100 g liefern uns gerade mal 23 kcal. Eine ideale Beilage also.

Aber nicht nur die Kalorien machen dieses Kraut zum optimalen Sattmacher, eine Rolle hierbei spielt auch der hohe Ballaststoffanteil. Und der kann unsere oftmals träge Verdauung wieder in Schwung bringen.

Weiteres beinhaltet dieses Wintersuperfood eine beachtliche Menge an Magnesium, Selen, Eisen, Kalium und Kalzium. All diese Stoffe übernehmen in unserem Körper eine wichtige Rolle, daher ist auf eine ausreichende Zufuhr zu achten.

Hast du dich schon einmal gefragt, was dieses Kraut so violett macht?

Der Stoff, der dem Rotkraut diese Farbe verleiht heißt Anthocyane. Dieser sekundäre Pflanzenfarbstoff ist ein natürlicher Entzündungshemmer. Freie Radikale werden in die Flucht geschlagen, somit werden unsere Zellen vor Schäden bewahrt.
In der Volksheilkunde gilt das Rotkraut schon seit Jahrzehnten als Heilmittel. Heutige Studien beweisen, dass dieses winterliche Lebensmittel einen hohen Krebsschutzfaktor
enthält. Einfluss darauf hat der Stoff Sulforphan. Er soll das Brustkrebszellenwachstum hemmen. Bewiesen ist, dass dieser sekundäre Pflanzenstoff bei der Zellzerstörung eine Rolle spielt. Seine Wirkung entfacht er, wenn man das Gemüse kaut. Sulforphan ist aber nicht nur im Rotkraut zu finden, sondern auch in Weißkraut, Karfiol, Brokkoli, Radieschen, Senf, Kresse, Kren und Kohlrabi.

Der liebliche Geschmack des Rotkrauts ist bei Jung und Alt beliebt und nicht zu verwechseln. Hierfür ist der Stoff Glucosinolat verantwortlich. Ihm wird ebenfalls eine anticancerogene Wirkung nachgesagt.

 

Die richtige Lagerung

Damit diese Vorteile bei der Lagerung nicht verloren gehen solltest du auf folgendes achten:

  • Den geringsten Nährstoffverlust erzielt man, wenn das Kraut nach der Ernte ehestmöglich verzehrt wird (dies gilt für jede Obst- und Gemüsesorte)
  • Einige Stoffe sind hitzelabil, daher ist der rohe Verzehr, in Form von Salat vorteilhafter.
  • Allgemein hält sich ein Kopf Rotkraut bis zu 3 Wochen im Kühlschrank frisch.
  • Lagere das Kraut nicht gemeinsam mit Äpfeln und Tomaten, denn sie enthalten den Stoff Ethylen und lassen das Rotkraut schneller welk werden

Kleiner Tipp noch:
Nicht jeder Mensch hat eine gut funktionierende Verdauung und kann daher mit der großen Menge an Ballaststoffen umgehen. Solltest du damit Probleme haben, empfehle ich dir das Kraut NICHT roh zu verzehren. Leicht gegart und mit Kümmel oder Ingwer gewürzt ist es bekömmlicher.

 

 
Und hier noch ein paar leckere Rezeptideen:

Rotkrautsuppe

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Rotkrautquiche

Eine pikante vegetarische Gemüsetorte – Rotkrautquiche.

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Rotkrautstrudel

Der Rotkrautstrudel schmeckt sowohl als Hauptspeise in der Fastenzeit, aber auch als Beilage zu einem Schmorgericht.

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