Veredelt von Küchenchef Martin Reiter

Um das Protein im Magertopfen in körpereigenes Eiweiß umzuwandeln, muss der Körper Energie aufwenden. Diese kann er nicht über die geringe Energiebilanz im Topfen beziehen, sondern er muss dabei auf die Fettreserven im Körper zurückgreifen. Magertopfen verbrennt also Fett, sättigt lange und ist deshalb das ideale Lebensmittel für abends oder vor dem Schlafengehen.
 

Hoher Proteingehalt und unvergleichlicher Geschmack

Sportler schätzen Topfen aufgrund des natürlich hohen Proteingehalts, aber alle lieben ihn aufgrund des Geschmackes. Lassen sich doch daraus erstklassige Köstlichkeiten zubereiten. In den vielfältigsten Varianten – ob süß oder würzig, warm oder kalt, als Hauptmahlzeit oder Snack zwischendurch. Er kann beispielsweise in Shakes verarbeitet, mit Früchten als Süßspeise genossen, in Brot und Keksen gebacken oder als Kräutertopfen mit Veggie-Sticks gegessen werden. Topfenstrudel war schon am Anfang des 19. Jahrhunderts bekannt. 1827 kannte man noch zusätzlich Reis-, Mark- und Schokoladenstrudel. Später kamen Weintrauben-, Kirschen-, Grießstrudel hinzu. Zu den älteren Rezepten zählte der Tiroler Strudel, der mit Datteln, Nüssen, Kletzen, Feigen und Rosinen gefüllt wurde; Datteln und Feigen kamen über Italien, Topfen seit jeher von den umliegenden Bauernhöfen.
 

Regionale Milchprodukte sind hoch im Kurs

Topfen wird in Österreich völlig frei von Gentechnik erzeugt. Laut Österreichischem Lebensmittelkodex dürfen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) weder beim Tierfutter noch bei der Topfen-Herstellung verwendet werden. Viele Bauernhöfe beginnen wieder Topfen selbst herzustellen. In Dorfladen oder im Regional-Regal der Supermärkte finden wieder viele regionale Milchprodukte zur Freude der gesundheitsbewussten Konsumenten Einzug. Wenn sich im Topfen-Becher etwas Molke („Käsewasser“) absetzt, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Ganz im Gegenteil, es ist ein Zeichen für ein Naturprodukt. Einfach Molke ableeren oder besser wieder einmischen und der Topfen erhält wieder seine feine Struktur.

Eine alte Legende besagt, dass eine verliebte Köchin den besten Strudel macht. Ihr gelingt es den Teig so dünn auszurollen, dass sie ihre Liebesbriefe durch ihn hindurch lesen kann. Und dank des edlen Topfens bleiben dann alle gesund, rank und schlank. Einen fantastischen Strudel macht übrigens auch Küchenchef Martin Reiter vom Hotel Neubergerhof in Filzmoos.

 

Topfenstrudel

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Wie wird eigentlich Topfen gemacht?

Topfen selber machen leicht gemacht – Zutaten für die eigene Topfenherstellung: 3l Milch, 65g Buttermilch, 2 Topfen Lab und Wasser. Gutes Gelingen!

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