Wo Kühe einen Nachnamen haben

Sie heißen Erik Sylvester und Sandra Winter, sind glücklich und können den ganzen Tag machen, was sie wollen. Nein, nicht die Bauersleute auf dem Kaltenaigner Hof am Haunsberg sondern zwei Fleckviecher aus der 44-köpfigen Herde. Ihren Namen haben sie vom jüngsten Mitglied der Biobauern-Familie Ametsreiter, dem siebenjährigen Alexander. Und weil sie zu den gegebenen Anlässen geboren wurden, erklärt sich der Nachname von selbst.

 

Wer schon einmal am Grad des Haunsbergs zwischen Obertrum und Nußdorf spazieren gegangen ist, mag kurz zusammengezuckt sein. Denn wenn nicht gerade ein Schneesturm oder der scharfe Ostwind über das Flachgauer Wahrzeichen ziehen, trifft man unwillkürlich auf Jimmy, den Aubrac-Stier. Zusammen mit seinen Damen und dem Nachwuchs grast er friedlich auf dem 21,5 Hektar großen Weideflächen rund um das Haus von Sepp und Eva Ametsreiter.

 

Mehr als ein Konsumgut

Seit 1875 ist der heutige Biohof im Besitz der Familie Ametsreiter. 2008 stellten Sepp und seine Frau Eva von Milchwirtschaft auf Mutterkuh-Haltung um. Grund dafür war ihre besondere Lebensphilosophie. „Wir sehen unsere Tiere nicht als reine Konsumgüter an. Ihre Lebensaufgabe ist es zwar, uns zu ernähren, aber nicht, sich vom Menschen ausbeuten zu lassen. Wir wahren den natürlichen Kreislauf und bedanken uns bei unseren Tieren, in dem wir ihnen ein schönes Leben und stressfreies Gehen ermöglichen“, erzählt Eva Ametsreiter. Das Futter stammt aus dem eigenen Betrieb. Und auch im Laufstall können sich die Rinder bei Schlechtwetter frei bewegen. Die Milch ist den Kälbern vorbehalten. Sie können jederzeit trinken. Das wirkt sich natürlich auf die Qualität des Fleisches aus, die bei vielen Stammkunden schon landläufig bekannt ist.
 

Landwirtschaft mit Leidenschaft und Herz

Wenn ein neues Kälbchen auf die Welt kommt, übernimmt Sohn Alexander die Namensvergabe. Die Leidenschaft für die Landwirtschaft und die Wertschätzung für die Tiere haben der Landwirt und die Neobäuerin bereits erfolgreich an die nächste Generation weitervererbt. Stolz zeigt Alexander seine Wachtelhühner her und freut sich über deren gute Eierproduktion. Sein Lieblingsessen: Wachtel-Spiegelei (ein mal essen 12 Stück) mit Speck.

 

Bio Jungrind vom Feinsten

Einmal im Monat gibt es das frische Fleisch ab Hof. Nach telefonischer Terminvereinbarung bereitet Eva Ametsreiter 5 oder 10 Kilo Pakete mit Gulasch- und Schnitzelfleisch, Faschiertem und Fleisch zum Kochen, Braten oder Dünsten vor. Es können auch kleinere Mengen Fleisch bestellt werden, das 5 kg Paket ist preislich familienfreundlich gestaltet. Und selbstverständlich gibt es auch Filet, Beiried, Hüftsteak und Tafelspitz im Ganzen. Suppenfans kommen mit den hausgemachten Leberknödeln zu einem ganz besonderem Hochgenuss und für die Jause gibt es neuerdings auch feine Rinds- und Hauswürste.

 

 

Hofladen und mehr

Damit die zahlreichen Stammkunden künftig nach dem Einkauf noch gemütlich beisammen sitzen und sich austauschen können, ist ein Hofladen mit Kaffeehaus-Charakter in in Planung. „Wir möchten im Frühjahr 2018 eröffnen und planen auch Vorträge, Veranstaltungen und Kooperationen mit anderen regionalen Direktvermarktern aus der Region. Zum Beispiel mit dem Bio-Wildhendl Bauern Bernhard Költringer“, verrät die gastfreundliche Eva und freut sich schon darauf, ihre Erfahrungswerte aus ihrer Gastro-Vergangenheit einbringen zu können.

 

Eva und Sepp Ametsreiter

Hochberg 1

5151 Nußdorf am Haunsberg

+43 660/ 765 61 66

www.bio-ametsreiter.at

eva@ametsreiter.eu 




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