Über Französische „Rasenmäher-“ und Tiroler „Gourmet-Schafe“

Der idyllisch gelegene Almgasthof in Strobl liegt gegenüber dem berühmten „Weißen Rössl“ in St. Wolfgang am Wolfgangsee im Salzkammergut. Neben der Gastwirtschaft kümmert sich die Familie um ein großes Wildgehege, einen Ziegenstall, einen Hausteich und betreibt die Aufzucht seltener Schafrassen. Von der Gaststube und von der Terrasse sieht man auf den Wolfgangsee bis nach St. Wolfgang mit dem Schafberg dahinter, und an manchen Tagen grast das Dam- und Rotwild direkt vorm Wirtshaustisch. Echt romantisch! „Mahd“ bedeutet übrigens das eingezäunte Grundstück rund um eine Heu-Almhütte (Häusl), das von SennerInnen bewirtschaftet (gemäht) wird.

Der „biologisch – ökologische“ Rasenmäher – das seltene Ouessantschaf

Diese Schafrasse wird von Familie Bruckenberger gezüchtet.

Bei meinem Besuch im Stall zeigte mir Helmut Bruckenberger seinen jüngsten Schafspross: Das erst mehrere Stunden alte Ouessantlamm. Es trägt seit diesem Zeitpunkt meinen Namen, Tatjana, weil ich es als Erste in meine Arme schloss. Dabei ist es ja eigentlich ein Mini-Bock, bei dem man auch schon den Ansatz der Hörner spürt! Achtung Suchtpotenzial: Richtig knuffig, das kleine, mähende Wollknäuel!!!!!

Das Bretonische Zwergschaf (internationale Bezeichnung Ushant), ist die kleinste Schafrasse Europas. Es hat seinen Namen von der kleinen französischen Atlantikinsel Île d’Ouessant. Wahrscheinlich sind die Schafe deswegen so genügsam, weil die Vegetation in ihrer Heimat sehr karg war. Ouessants gibt es in unterschiedlichen Farben, und sie werden für private und öffentliche Grünanlagen für die Pflege, sozusagen als Gärtner, eingesetzt.

Im Jahre 1977 waren nur mehr 486 Tiere der Rasse bekannt, inzwischen ist die Anzahl in Europa wieder angestiegen. In Bretonien erhält man diese Schafrasse als wertvolles genetisches Potenzial, da sie auch Bedeutung als lebendiges kulturhistorisches Erbe hat.

Bei Familie Bruckerberger weiden die Tiere rund um den idyllischen Almgasthof. Hier haben sie es fein, denn die Wiesen sind voll von einer Vielzahl an Kräutern und saftigem Gras. Wenn noch Schnee liegt, stehen sie im Stall und bekommen zweimal täglich duftendes Heu. Die Mutterschafe stehen getrennt von den Böcken, da diese „recht umtriebig“ sind, was ihr Fortpflanzungsbedürfnis betrifft.

Tiroler Bergschafe als und für Gourmets

„Stampfi“, das fünf Jahre alte Tiroler Bergschaf, gehört zu einer alten Hausschafrasse und liebt ihren Züchter, Herrn Bruckenberger. Außer es hat gerade selbst ein Lämmchen geboren. Dann wird es recht rüde und boxt ihn unsanft aus dem Stall. Zum Unterschied vom Ouessantschaf ist es wählerischer mit dem Futter. Einfach „Rasenmäher“ spielen, gibt es bei ihm nicht. Das Tiroler Bergschaf ist die häufigste Rasse in Österreich, hat sich aus dem Steinschaf entwickelt und ist besonders in den alpinen Regionen von großer Bedeutung. Im Gegensatz zum Ouessantschaf, welches nur einmal im Jahr ein Lamm wirft, bekommt es zweimal im Jahr mehrere Lämmer. Vielleicht auch deswegen, weil man Böcke und Mutterschafe zusammen halten kann!

Ostern und Lamm gehören einfach zusammen

Die Rasse des Tiroler Bergschafes landet „vorzüglich“ (im wahrsten Sinne des Wortes) im Mahdhäusl mit sechs Monaten im Kochtopf – schmackhaft als Ragout, Braten und Stelze, alles nach alten Rezepten zubereitet. Speziell zu Ostern gibt es die zarten Lammkeulen. Helmut Bruckenberger verrät uns sein ganz spezielles Rezept.

Gute Jause für Zuhause

Neben den frisch zubereiteten, saisonalen Speisen kann sich der Gast verschiedene, selbstgemachte Jausenspezialitäten mit nach Hause nehmen. Da Helmut Bruckenberger auch passionierter Jäger ist und sein Wild unter anderem vor der Haustür steht, gibt es auch wunderbare Wildspezialitäten:

  • Schaf- und Wildwurst
  • (Wild-)Speck und Rohschinken
  • Mehlspeisen
  • Schnäpse
  • Fruchtsirupe

Außerdem werden zahlreiche Produkte regionaler Anbieter von der Familie Bruckenberger für ihre leckeren Gerichte verwendet.

Tipp: Am sogenannten „Lichtbratl-Montag“ kommen, wie der Name schon sagt, die verschiedensten Bratln auf den Tisch – und alle schmecken vorzüglich. Übrigens: Li(a)chtbratlmontag ist der erste Tag im Herbst, an dem bei künstlichem Licht in der Stube gearbeitet werden muss. Da sich der Meister in den Sommermonaten Licht und dadurch Geld sparen konnte, gab er an diesem Tag für seine Angestellten ein „Bratl“ aus.
Wer bei diesem einmaligen Bratlessen dabei sein will, sollte voher unbedingt telefonisch einen Tisch reservieren.

Kontakt:

Familie Bruckenberger
Haberg 9
5350 Strobl

T: +43 6137 74 85
office@mahdhaeusl.at

www.mahdhaeusl.at

 

 


  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl
  • Almgasthof Mahdhäusl


Zurück
Nach oben