Zu Besuch bei Imker Gerald und Christina Goffriller in Bad Dürrnberg

Honig zählt zu den gesündesten Lebensmitteln. Die ägyptischen Pharaonen sollen ihm sogar ihre „Unsterblichkeit“ verdanken. Die fleißigen Bienchen von Gerald und Christina Goffriller produzieren in deren „Kleinstimkerei“ im Luftkurort Bad Dürrnberg nahe der Stadt Hallein, dieses süße Gold. Die Imker setzen auf Regionalität und damit ist es fast selbstverständlich, dass ihr Honig mit dem SalzburgerLand Herkunftszertifikat gekennzeichnet ist.

Weiße Schafgarben, gelbe Goldruten und wilder Oregano blühen auf den Wiesen bei Bad Dürrnberg. Es duftet und summt. Die Bienen fliegen von Blüte zu Blüte und sammeln emsig deren Pollen und Nektar. Die Bienenstöcke von Gerald und Christina Goffriller stehen an einer bunten Blumenwiese, die nur einmal im Jahr gemäht wird. „Es ist uns wichtig, dass unsere Bienenvölker in einer Gegend ohne intensive Landwirtschaft und ohne künstliche Düngung leben. Dadurch erhalten wir einen naturbelassenen Blütenhonig, der mit seinem feinen Aroma an einen Wildblumen-Strauß erinnert“, sagt der Imker. Ganz in der Nähe befindet sich der „Abts-Wald“. In diesem Laub- und Nadelmischwald sammeln unsere Bienchen etwas später im Jahr dunklen, kräftigen Waldhonig“, beobachtet Goffriller.

 

 

Gesunde Natur von der Biene versüßt

Damit naturbelassener Blüten- und Waldhonig entstehen können, arbeiten die Dürrnberger Imker ökologisch sowie respektvoll im Umgang mit den Bienen und der Natur. Für die artgerechte Bienenhaltung verwenden die Tennengauer keinerlei Kunststoffe. Nur unbehandeltes Holz für die Bienenstöcke, Edelstahl und Glas für die Be- und Verarbeitung des Honigs werden verwendet.

Unzählige Arbeitsschritte

Es sind viele Arbeitsschritte nötig, bis aus Blütennektar Honig entsteht. Bienen sammeln Nektar und andere süße Pflanzensäfte, indem sie diese über ihren Rüssel aufsaugen. Auch Honigtau dient den Bienen als Grundlage für die Honigherstellung. Honigtau ist eine zuckerhaltige Ausscheidung von – an Pflanzen saugenden – Insekten.

Im Körper der Biene werden diese Säfte mit speziellen Enzymen vermengt. Im Bienenstock lagern die „Arbeiterinnen“ diese Flüssigkeit in den Waben ab. Danach wird dieser erste Honig von den „Immen“ im Stock immer wieder aufgesaugt, im Honigmagen mit Enzymen, Eiweißen und Säuren angereichert und wieder abgegeben. Dabei wird Wasser entzogen und der Honig damit eingedickt.
Ist der Honig eingedickt (Wassergehalt von unter 18 Prozent), überziehen die Bienen die Waben mit einer luftundurchlässigen Wachsschicht. Wenn zumindest 2/3 der Waben mit dieser Wachsschicht „verdeckelt“ sind, ist das für den Imker das Zeichen, dass der Honig geerntet werden kann.

Bei der Honigernte entnimmt man in Goffriller’s Imkerei nur 35 bis 50 Prozent des „flüssigen Goldes“. „Ich entnehme jedes Jahr nur einen Teil des Honigs. So bleibt für die Bienen ein entsprechender Wintervorrat. Damit bleiben sie gesund und es ersetzt intensive Zufütterung.

 

 

Bienenhonig – ein gesundes Naturprodukt

„Unser Honig ist naturbelassen und unbehandelt deshalb kann es sein, dass er im Laufe der Zeit zu kristallisieren beginnt“, sagt Goffriller. Seine ursprüngliche Konsistenz und Farbe erhält er wieder, indem das Glas im Wasserbad bei maximal 40 Grad schonend erwärmt wird. Dabei bleiben die wertvollen Mineralstoffe, Enzyme und Vitamine im Honig erhalten.

Als Rohkost ist Honig für Kinder ab dem 2. Lebensjahr bekömmlich. Er ist eine süße und gesunde Abwechslung zu gewöhnlichem Industrie-Zucker. Zudem hat Honig viele wertvolle Inhaltsstoffe. Darunter befinden Glukose und Fructose, Mineralien wie Kalzium und Kalium und Spurenelementen wie Eisen und Zink sowie Vitamin C.

In der Volksheilkunde kommt Honig seit jeher eine große Bedeutung zu. Bereits frühe Kulturen verwendeten Honig als Medizin, Nahrungs- und Kräftigungsmittel. Er ist entzündungshemmend, antibiotisch und antiallergen. Zudem soll Honig das Immunsystem und das Herz-Kreislauf-System stärken. Etwas erhitzt, und aufgetragen auf offene Wunden ersetzt er mitunter chemisch hergestellte Arzneimittel.

Nachdem Bienen wichtige Bestäuber sind und dazu beitragen unsere Umwelt zu erhalten, ist es besonders empfehlenswert, regional gewonnenen Honig zu kaufen. Produkte – „Hergestellt aus Honig aus der EU“ – enthalten Massenware und „bereichern“ nur die Händler – nicht die heimische Vielfalt.

 

 

 

Gerald & Christina`s Bienchen Honig

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