Duftende Almwiesen, Berggipfel am Horizont & herzhafte Kulinarik

Die Luft ist klar, die Morgennebel ziehen über die Wiesen. In der Ferne leuchten die Gipfel in den ersten Sonnenstrahlen, die zaghaft über die Bergrücken blinzeln. Noch ist es erfrischend kühl, doch es verspricht wieder einer dieser wunderbaren Sommertage zu werden, während wir Schritt für Schritt hinauf auf die Alm wandern. Es muss einfach herrlich sein, denke ich, einen ganzen Sommer fern jeglicher städtischer Hektik oben auf der Alm zu verbringen.

Und tatsächlich gibt es immer wieder junge Menschen, die sich ihren Traum erfüllen und sich eine Auszeit auf einer der zahlreichen Almen im Salzburger Land zu nehmen. Wobei Auszeit definitiv nichts damit zu tun hat, auf der faulen Haut zu liegen. Ganz im Gegenteil, so ein Leben auf der Alm ist mit jeder Menge Arbeit verbunden. Wollen doch nicht nur die Tiere versorgt, sondern auch die vorbeikommenden Wanderer bestmöglich bewirtet werden.

 

Bergluft macht hungrig

Während wir unserem Ziel immer näher kommen, hören wir von der Ferne schon die ersten Kuhglocken bimmeln. Ein herrlich sommerliches Geräusch! Schon bald kommen die friedlich grasenden Tiere in Sicht, und sie scheinen den Sommer auf der Alm genauso zu genießen wie wir. Die würzigen Almkräuter tun ihr Übriges dazu. Kein Wunder, dass die Milch dieser Tiere und alles was daraus weiterverarbeitet wird, so besonders gut schmecken.

Das mag natürlich auf daran liegen, dass Bergluft hungrig macht. Zum Glück ist es bis zur Hütte nicht mehr weit. Und jetzt darf geschlemmt werden. Da lockt der Duft des würzigen, frisch gebackenen Bauernbrots und des feinen Bergkäses und am Herd brutzeln schon die Bauernkrapfen in der Pfanne.

Wofür sollen wir uns bloß entscheiden? Am besten, jeder nimmt etwas anderes und dann wird voneinander gekostet. Es gibt bei einer Almjause aber jedenfalls ein paar Produkte, die keinesfalls fehlen dürfen:

 

Almbutter

Die frischen Almkräuter, die den Kühen hier heroben so besonders gut schmecken, geben der Milch und damit auch der Butter nicht nur diese einzigartige goldgelbe Farbe sondern auch den einmaligen Geschmack. Und man schmeckt auch, mit wieviel Liebe und Geschick so eine Butter hergestellt wird. Ganz nach alter Tradition kommen oftmals auch heute noch Butternmodeln zu Einsatz.

 

Käse

Ob Frischkäse oder gereifter Bergkäse – auch hier ist der Geschmack der sommerlichen Almwiesen unverkennbar. Das Käsen will gelernt sein und so dauert es manchmal lange Zeit, bis der Senner mit seiner Arbeit zufrieden ist. Wir wissen, verkosten zahlt sich aus, denn auf jeder Alm schmeckt der Käse ein bisschen anders. Es muss auch nicht immer die Kuhmilch zur Käseerzeugung verarbeitet werden. Auch Schafe und Ziegen genießen den Sommer am Berg und sorgen mit ihrer Milch für  geschmackvolle Käsealternativen.

 

Speck

Feinschmecker kommen bei den würzigen Speckvariationen ins Schwärmen. Ob Bauchspeck, Kareespeck oder Schinkenspeck – jeder schmeckt einzigartig und jeder ist eine Besonderheit für sich.

 

Bauernbrot

Außen knusprig, innen flaumig weich. So soll das perfekte Bauernbrot aussehen. Ganz besonders köstlich schmeckt so ein Bauernbrot, wenn es im klassischen Holzofen gebacken wird.
Auch wenn man zu Hause keinen Holzofen hat – immer mehr Menschen, wagen sich ans selber Backen heran. Zahlreiche Bäuerinnen bieten entsprechende Backkurse an.

 

Wir lassen es uns heroben auf der Alm jedenfalls jetzt mal schmecken und genießen den Almsommertag in vollen Zügen. Denn so regional, wie auf einer der Salzburger Almen kann man kaum wo anderes essen. Salzburg schmeckt eben.

Hütten zum Einkehren gibt es zum Glück jede Menge und wer weiß, wohin es uns das nächste Mal verschlagen wird.


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