Vielfalt statt Einheitsbrei

Auf Salzburgs Feldern gibt es allerhand zu ernten. Nicht nur das Übliche, auch ein großer Schatz an Raritäten haben Salzburgs bäuerliche Familienbetriebe im Sortiment. Viel mehr wird entdeckt, wenn man sich ganz bewusst auf Raritäten-Suche macht. Da bin ich ganz in meinem Element. Ganz nach dem Motto „Vielfalt statt Einheitsbrei“ werde ich immer öfter zur Finderin.

Von der Bund Karotte bis zur lila Rarität

Anfänglich bin ich von der üblich angebotenen Karotte im Sackerl auf die frischgebündelte Version umgestiegen, das war schon ein Highlight und hatte was für sich. In der Zwischenzeit habe ich eine ungeahnte Vielfalt der Rüben entdeckt, welche alle bei uns im Lande wachsen. Da sind zum einen die Urkarotten, die etwas lila aussehen, dann haben wir noch die gelben Rüben und die weißen. Und schließlich habe ich in einem Hofladen auch noch eine ganz alte Sorte neu entdeckt. Viele wissen gar nichts von der knackigen Vielfalt. Wir sehen immer das gleiche und kaufen deshalb oft dasselbe.“ Aber wer den „Braten“ einmal riecht oder an den verschiedenen Sorten knappert, will mehr der Raritäten. Bei mir war es jedenfalls so. Da wird das Essen spannend und der Gaumen freut sich über neue Geschmäcker.

Salzburger Knoblauch – ja den gibt‘s wirklich!

Auf meiner Raritäten Entdeckungstour sind alle Sinne fein gespitzt und mit entgeht fast nichts. Ein satter Duft Knoblauch erreicht meine Nase, kann das sein? Mein olfaktorischer Sinn täuscht mich in Sachen Gemüse (fast) nie. Stimmt, seit ein paar Jahren wird in Salzburg auch Knoblauch angebaut, wer hätte das gedacht. Im Frühjahr gibt es auf ausgewählten Hofläden oder Märkten auch Stangenknoblauch. Er wird gebündelt und ähnelt in der Optik der Jungzwiebel. Am Duft lassen sich die beiden aber ganz eindeutig unterscheiden. Der eine knofelt, ist im Geschmack aber eine deutliche Spur milder als die frische Zehe, der andere hat die typische Zwiebelnote. Beim Stangenknoblauch sollte man im Frühjahr zugreifen, denn diesen gibt es nur für kurze Zeit. Über den Sommer bilden sich dann am unteren Ende Knollen und die Stangen trocknen vollständig aus. Dann wird der Knoblauch abgeerntet und es werden, ganz traditionell, aus einem Teil der Ernte Knoblauchzöpfe gebunden. Bei dem anderen Teil der Ernte wird der trockene Stängel auf einen Zentimeter gekürzt und die Knolle stückweise verkauft.

Noch mehr Salzburger Raritäten

Noch nicht genug der Raritäten. Die Salzburger Bauern haben noch mehr davon zu bieten. Seit dem die Sommer in Salzburg wärmer sind, gedeiht auch die Süßkartoffel prächtig. Die großen, hummerfärbigen Knollen kennt man bisher nur aus Übersee. Auch hier hat sich einiges getan, auf zwei Salzburger Familienbetrieben beim Dandlbauernhof und der Familie Mackner ist die Ernte ab Mitte September stark nachgefragt. Innovation macht sich eben bezahlt. Und die neue Generation macht es vor. Mutig, wie ich finde.

Ganz neu ist mir die Winterheckzwiebel, eine Sorte welche früher in jedem Hausgartl üblich war, lasse ich mir sagen. Die Sorte ist mir aufgefallen, weil diese am Ende keine Zwiebel bildet sondern als Röhre geschnitten wird, interessant was es alles bei uns gibt!

Alte Sorten, die neu entdeckt werden

Auch auf dem Kartoffelsektor bin ich fündig geworden. Neben den gängigsten Kartoffelsorten Ditta, Agata und wie sie sonst noch alle heißen, werden in Salzburg auch, voilà, die lila Trüffelkartoffel und die beliebten Kipfler angeboten. Das ist die typische Festtagskartoffel welche besonders speckig ist und mit denen der beste Kartoffelsalat gelingt. Wer noch weiter gustieren will, entdeckt auf der Schranne eventuell heuer noch runde Kugelzucchini, die sich gut füllen lassen, Herz was willst du mehr? Apropos Schranne. Jetzt ist ein besonders guter Zeitpunkt den Standort mit Historie zu besuchen. Die Jahreszeit präsentiert sich in Ihrer ganzen Pracht und wer sich auf die Suche macht, findet bestimmt die eine oder andere heimische Rarität.

 

 

 

Salzburger Schranne

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