Produkte aus unserer unmittelbaren Umgebung schmecken einfach gut

Die Bäuerinnen und Bauern im Salzburger Land zählen zu den wichtigsten Nahversorgern und das nicht erst seit ein Virus unser normales Leben auf den Kopf gestellt hat. Unsere Landwirte erleben in dieser außergewöhnlichen Zeit einen richtigen Boom. Regionalität ist gefragt wie nie, die Konsumenten wollen wissen, woher die Produkte in ihrem Einkaufskorb stammen und wer die Menschen dahinter sind. „Gesichter, Geschichten und Gerichte sind es, die in unserer schnelllebigen Zeit Vertrauen und Glaubwürdigkeit schenken“, meint dazu Landesrat Josef Schwaiger.

Regionalitätstrend ist ungebrochen

Liegt Regionalität im Trend? Ja und nein. Ja, weil sich die Menschen gerade in herausfordernden Zeiten wieder stärker ihrer Wurzeln bewusst werden und sich Gedanken machen über den Wert der Lebensmittel. Und nein, weil Regionalität immer schon da war – und immer da sein wird. Sie ist die verlässliche Konstante, wie es der Schweizer Dominik Flammer, der als Vordenker in Sachen alpiner Kulinarik gilt, formuliert. „Das Bedürfnis nach lokalen Lebensmitteln gibt es in allen Konsumenten- und Einkommensschichten. Regionalität ist das Gegengewicht zur Vereinheitlichung der weltweiten Nahrungsindustrie und das Wichtigste daran: Regionalität unterstützt die Landwirtschaft und die Bauern und sorgt damit für eine funktionierende regionale Wertschöpfungskette“, so Flammer.

Bewusst einkaufen stärkt die Region

Dieser Meinung kann sich Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger voll und ganz anschließen: „Wer regionale Lebensmittel kauft, stärkt unsere heimischen Familienbetriebe, schützt die Umwelt durch kurze Transportwege und die Wertschöpfung bleibt im Land!“ Das bestätigt nun auch eine neue Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) im Auftrag der Landwirtschaftskammer Österreich. „Wenn um 1 Prozent mehr heimische Lebensmittel gekauft werden, dann schafft das 3.100 neue Arbeitsplätze und eine zusätzliche Wertschöpfung von 140 Mio. Euro“, so Köstinger. „Die Studie belegt ganz klar die Systemrelevanz der heimischen Landwirtschaft und den Trend zu regionalen Lebensmitteln. Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten wollen wissen, woher die Produkte stammen, und legen auf heimische Lebensmittel Wert“, so Köstinger.

 

 

In Sachen Regionalität verfügt Salzburg über ein enormes Produktpotenzial. „Rund 60 Prozent unserer landwirtschaftlichen Nutzflächen werden biologisch bewirtschaftet – damit sind wir europaweit Spitzenreiter und das dürfen wir auch mit Stolz nach außen tragen. Unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft liefert eine großartige Vielfalt an Rohstoffen und Lebensmitteln, die von leidenschaftlichen Genuss-Handwerkern zu hochwertigen Produkten veredelt werden. All das verleiht dem Salzburger Land ein enormes Potenzial für eine regionale, saisonale und einzigartige alpine Küche, das wir in Zukunft noch stärker und mit vereinten Kräften nutzen wollen“, meint Landesrat Josef Schwaiger.

 

 

Von links nach recht: Dominik Flammer, Bundesministerin Elisabeh Köstinger, Landesrat Josef Schwaiger

Salzburgs kulinarische Festspiele

Apropos alpine Küche. Deren Bedeutung hat längst auch die heimische Tourismuswirtschaft entdeckt. Im Rahmen der „Festspiele der alpinen Küche“, die seit 2019 in Zell am See stattfinden, wurden gemeinsam mit den führenden Köchen und Genuss-Handwerkern des Salzburger Landes Leitsätze formuliert, die die Basis bilden, um die Region mit ihrer alpinen Küche international als einzigartigen Kultur-, Natur- und Kulinarikraum zu positionieren. „Alleine der Name der Veranstaltung bringt es auf den Punkt“, meint Landesrat Schwaiger, „denn bei der alpinen Küche trifft sich bodenständige Küche auf Augenhöhe mit Hochkulinarik.“

 

 

Ein Genuss-Netzwerk

Es ist die Philosophie der alpinen Küche, alle jene mit einzubeziehen, die den regionalen Lebensmitteln und Produkten die gleiche Wertschätzung entgegenbringen. Es geht um eine Vernetzung von Direktvermarktern, kleinen Manufakturen, bäuerlichen Produzenten und Gastronomen. Viele Köche im Salzburger Land, wie etwa Andreas Döllerer, Vitus Winkler oder Andreas Mayer, machen es vor und der Erfolg gibt ihnen Recht. Das Salzburger Agrar Marketing vernetzt heimische Produzenten mit Handel und Gastronomie und berät bei der Wahl der passenden Partner. Zudem ist es empfehlenswert, sich in der näheren Umgebung auf den Weg zu machen, um die Vielfalt der Betriebe und den Geschmack der Region zu entdecken. „Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu erhalten oder überhaupt erst zu schaffen“, so Landesrat Schwaiger. „So kommen auch kleinstrukturierte Betriebe aus benachteiligten Lagen zum Zug und deren selbst produzierte, oftmals außergewöhnliche Kostbarkeiten bekommen einen passenden Rahmen, um bekannt zu werden.“ Es sei eben zukunftsweisend, meint Schwaiger, den Wert dessen zu schätzen, was man hat, und daraus etwas zu machen.




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